Von Perth nach Broome sind es ca. 2500 km! In Perth fassen wir unser Mobil-Home! Zuerst zieht es uns jedoch in den Süden nach Fremantle! Es liegt wirklich ein langer Weg vor uns! Was wird uns alles erwarten?
17. Oktober
Nach weiteren 6000 Flugkilometern landen wir ziemlich erschöpft frühmorgens in Perth (Australien). Sandros Schweizerhonig wird konfisziert, die homöopathische Apotheke im Holzkistchen wird beanstandet, letztendlich dürfen wir ohne Busse einreisen, aber auch ohne Honig. Nach einer kurzen Taxifahrt zum feinen Hotel Mercure hauen wir uns zuerst mal hin, und schlafen eine Weile. Am Nachmittag erkunden wir Perth. Die Stadt ist genial. Unsere Buben staunen über die soooo hohen Häuser. Am Swanee-River entdecken wir die ersten Papageien und plötzlich trauen wir unsern Augen nicht. Direkt vor uns ragt eine dreieckige Flosse aus dem Wasser. Sandro schreit: „En Hai!!!“, doch es ist ein Delphin, welcher ein paar Mal an uns vorbei schwimmt. Wir geniessen ein feines Nachtessen, und bewundern die City-Line vom 13.Stock unseres Hotels (Dort befindet sich auch der Pool).
18. Oktober
07.00 Uhr Tagwache. Das Frühstücksbuffet ist vom Feinsten, wir fahren mit dem Taxi los, um unser Wohnmobil in Empfang zu nehmen. Die Übernahme geht problemlos vonstatten, wir gehen auf Nummer sicher und schliessen eine teure Vollkasko ab. Am Nachmittag gehen wir einkaufen in einem Shoppingcenter. Alles hier ist grösser als bei uns: Das Einkaufscenter, die Mahlzeiten, Fleischstücke, selbst Zwiebeln und Karotten sind absolut überdimensioniert. Zum Übernachten fahren wir nach Fremantle auf einen schönen Camping, direkt am Meer.
19. Oktober
Wir entdecken Fremantle. Nach den Morning-school-hours begeben wir uns zuerst an den Beach und spielen Fussball. Am Nachmittag besuchen wir die wunderschöne Hafenstadt Fremantle, das Schiffswrack-Museum, das runde Haus etc. Am Abend geniessen wir ein echt australisches Barbecue (ein Kilo Rindsfilet kostet 27.- Sfr.) Die Temperaturen sind angenehm und liegen bei etwa 25 Grad. In Australien ist nun Frühling!
20. Oktober
Unsere Reise beginnt. Wir fahren Richtung Norden, ab geht es in die Wildnis! Unser erstes Ziel ist der Yanchep Nationalpark. Kaum haben wir das Auto verlassen, entdeckt Sandro den ersten Koalabären, Nicolas den zweiten und noch einen und noch…… Und da, Papageien, eine Entenfamilie, eine kleine Schlange… und endlich : Das erste Kängeruh!!! Auf der Weiterfahrt finden wir das lang ersehnte Australien. Strassen, so weit das Auge reicht, immer gerade aus, riesige Schaf- und Rinderherden, Felder, Busch, Steppen und wunderbare Strände. Australien ist wirklich ein schönes Land. Die Nacht verbringen wir in Cervantes. Sandro geht vor dem Einnachten mit Mami fischen, Nicolas spielt mit Papi Fussball. Wir genissen einmal mehr einen wunderschönen Sonnenuntergang am Meer.
21. Oktober
Pinnacles! Handarbeit während der langen Autofahrt. Regen und Sonnenschein wechseln ab. Das Schöne ist, es gibt keine Mücken, dafür Fliegen, Fliegen, Fliegen! Diese Plagegeister haben es vor allem auf die Nasen, Ohren und Augen abgesehen, "Gott sei Dank hemmer en Flügetätscher". Wir fahren nach Gregory und staunen über den Pink Lake. Wir übernachten im Fischerdorf. Australische Natelnummer funktioniert nicht, hier versagt sogar die Swisscom. Den Schulunterricht nehmen wir ernst, wir waschen unsere Kleider und machen ID.
22. Oktober
Fahrt zum Kalbarri-Nationalpark. Christa fängt vor der Abfahrt einen Silver Dream (Speisefisch)! Australien ist ein Fischerland, zumindest an der Westküste. Wir liebäugeln mit einem Bootstrip weit hinaus aufs Meer, wo man die wirklich grosse Dinger fängt. Doch Fr. 500.-. sind uns zu teuer. Wir suchen noch Sponsoren (Einzahlung auf: ZKB 02-712.304-09) Beim Morgenessen am Meer entdecken wir die ersten Wale, welche nach Norden ziehen. Man könnte ihnen stundenlang zusehen. Im Kalbarri-Nationalpark stossen wir auf zwei echsenartige Tiere, welche wir nicht kennen. Immer wieder sehen wir Wale. In einem herrlichen Gorge (Schlucht) geniessen wir das Meer, die Wellen und die Sonne. Am frühen Nachmittag landen wir in Kalbarri. Sandro und Nicolas fangen etwa 20 Fische. Diese blasen sich kugelrund auf, sobald sie aus dem Wasser sind, geben sie ganz komische Geräusche von sich. Wir haben viel Spass.
23. Oktober
Fahrt nach Monkey Mia (Denham). Die ersten 1000 km sind geschafft. Die Strassen sind wirklich unendlich, doch das Landschaftsbild ändert sich unaufhörlich, alles blüht um uns herum. Riesige Laster ziehen an uns vorbei, platt gewalzte Kängurus kleben auf dem heissen Asphalt, im Landesinnern ist es drückend heiss. Wir freuen uns über unsere Air-Condition, und geniessen immer wieder ein kühles Glas australischen Weisswein. Am Shelli-Beach rennen wir um die Wette, die Jungs graben sich in die Milliarden weisser Muscheln ein. Wir finden einen Camping in Denham, morgen geht’s nach Monkey Mia (Delphin streicheln). Wir planen, hier 2 bis 3 Tage zu bleiben. Die Campingplätze haben leider keinen Internetzugang. Ein Liter Diesel kostet zwischen 1.35 Fr. und 1.50 Fr.
24. Oktober
Schon um 08.00 Uhr stehen wie in Monkey Mia am Strand. Und sie sind schon da! Delphine schwimmen nur wenige Meter vom Ufer entfernt! Nur wenige Touristen sind hier. Hier ist ist es wie im Märchenland!Sandro und Nicolas dürfen die Meeressäuger füttern. Mama gönnt sich ein Bier und Papa schiesst Fotos. Am Nachmittag buchen wir einen Segeltörn. Vor der Küste gibts Seekühe, Schildkröten und natürlich Delphine zu sehen. Wir haben viel Glück! Am Abend schlägt das Wetter um! Einmal mehr gehen wir einkaufen! Wir sind nach wie vor gesund und munter und freuen uns auf die nächsten Abenteuer. Morgen machen wir uns auf die Suche nach einem Hotspot um die Homepage upzuloaden! Australien ist doch nicht ganz so vernetzt wie gedacht. Auch Natelempfang haben wir keinen! Wir kaufen uns eine feine Flasche australischen Weisswein und stossen auf den Schulbeginn an. Sandro und Nicolas haben die Ferien durchgearbeitet, wir kommen jeden Tag einen Schritt weiter. Liebe Grüsse an alle Gschpänli!
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